71
pages
German, Middle High (ca.1050-1500)
Ebooks
2014
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Publié par
Date de parution
02 mai 2014
Nombre de lectures
0
EAN13
9783658040475
Langue
German, Middle High (ca.1050-1500)
Erste systematische Übersicht über die verschiedenen ökonomischen Theorien und Anschauungen
Führt in die Grundkategorien ökonomischen Denkens ein
Ideal für Studienanfänger
Includes supplementary material: sn.pub/extras
Für Studenten ist der Einstieg in die Wirtschaftswissenschaften oft schwierig, weil auf den ersten Blick kein eindeutiger Untersuchungsgegenstand und keine allgemein akzeptierte Struktur erkennbar ist, anhand derer sich ein Fach wie Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre im Sinne einer Lehre der Ökonomie erschließen lassen könnte. Dieses Buch erhellt den Hintergrund: es beschreibt das System der Wirtschaftswissenschaften - das tatsächlich keine in sich geschlossene Theorie darstellt - als ein Konglomerat verschiedener Ansätze, Theorien und Anschauungen. Die wichtigsten von ihnen werden je einzeln näher erläutert und in ihren jeweiligen Entstehungskontext gestellt. Bewusst hebt sich diese Darstellung von einer chronologischen bzw. rein historischen Rekonstruktion ab. Vielmehr erhält der Leser ein Paradigmen-Schema an die Hand, das ihm hilft, sich im Gestrüpp widersprüchlicher Terminologien und Lehrmeinungen zurecht zu finden, die Grenzen ökonomischer Theorien zu erkennen und kritisch zu beurteilen und zu verstehen, weshalb ökonomische Aussagen manchmal schwer zu deuten sind.
Kurz: Ein Buch, das jeder Erstsemesterstudent der Wirtschaftswissenschaften zum Studieneinstieg lesen sollte.
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Date de parution
02 mai 2014
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EAN13
9783658040475
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German, Middle High (ca.1050-1500)
Christian Thielscher Wirtschaftswissenschaften verstehen 2014 Eine Einführung in ökonomisches Denken 10.1007/978-3-658-04047-5 © Springer Fachmedien Wiesbaden 2014
Christian Thielscher
Wirtschaftswissenschaften verstehen Eine Einführung in ökonomisches Denken
Christian Thielscher
FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Essen, Deutschland
ISBN 978-3-658-04046-8 e-ISBN 978-3-658-04047-5
Springer Heidelberg Dordrecht London New York
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlags. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
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Gedruckt auf säurefreiem und chlorfrei gebleichtem Papier.
Springer Gabler ist eine Marke von Springer DE. Springer DE ist Teil der Fachverlagsgruppe Springer Science+Business Media www.springer-gabler.de
Für C. M.
Vorwort
Dieses Buch entstand aus dem Bedürfnis, Studenten der Wirtschaftswissenschaften, aber auch interessierten Laien den ersten Zugang zu den Wirtschaftswissenschaften zu erleichtern und einige wichtige Grundfragen zu klären: Wie funktionieren die Wirtschaftswissenschaften? Wie gut sind eigentlich ihre Modelle? Warum widersprechen sich ihre Aussagen in wesentlichen Punkten? Warum haben die wenigsten Wissenschaftler z. B. die Finanzkrise vorhergesehen?
Dazu beschreibt das Buch das System der Wirtschaftswissenschaften, das tatsächlich keine in sich geschlossene Theorie, sondern eher ein Konglomerat verschiedener Ansätze, Theorien und Anschauungen bildet. Es ermöglicht dem Leser, sich im Gestrüpp widersprüchlicher Terminologien und Lehrmeinungen zurecht zu finden und den Nutzen, aber auch die Grenzen ökonomischer Theorien kritisch zu beurteilen.
Es ist mir als Autor eine angenehme Pflicht, allen zu danken, die an der Entstehung des Buches beteiligt waren. Meiner langjährigen Lektorin, Frau M. Schlomski, danke ich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit. Dem Rektor der FOM, Herrn Prof. B. Hermeier, ihrem Prorektor Forschung, Herrn Prof. T. Heupel, Herrn K. Stumpp und den FOM-Didaktik-Experten danke ich für stets wohlwollende Unterstützung und Mitarbeit. Meinen akademischen Lehrern – insbesondere meinen Chemie-, Geschichte-, Griechisch- und Mathematiklehrern, den ärztlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Lehrern in den jeweiligen Studiengängen und Famulaturen sowie den Betreuern meiner Diplom- und Doktorarbeiten und meiner Habilitation – danke ich für ihre Betreuung und Unterstützung. Nicht zuletzt danke ich allen Studenten, die mich zum Nachdenken über die hier besprochenen Themen anregten und die der eigentliche Anlass waren, die Arbeit an diesem Buch aufzunehmen. Verbesserungsvorschläge nehme ich gerne entgegen.
Lohmar, im November 2013 Christian Thielscher
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 1
1.1 Wie dieses Buch entstand und was es leisten soll 1
1.2 Wie das Buch „funktioniert“ 2
1.3 Grundprobleme der Wirtschaftswissenschaften: warum ökonomische Theorien inkonsistent sind 2
2 Wirtschaft, Gerechtigkeit und Ethik 13
2.1 Der Begriff der „Gerechtigkeit“ im Hinblick auf wirtschaftliches Handeln 13
2.2 Ethik und wirtschaftliches Handeln 28
2.3 Wirtschaftsethik 32
3 Wirtschaften und Religion 37
3.1 Religiöse Aussagen zu wirtschaftlichen (nicht: wirtschaftswissenschaftlichen) Vorgängen 39
3.2 Theologische Aussagen zur wirtschaftswissenschaftlichen Theorie 45
3.3 Wie religiös geprägte Kulturen wirtschaftliches Handeln beeinflussen 46
3.4 Wie wirtschaftliche Umstände die Entwicklung von Religion beeinflussen 48
3.5 Wie ökonomische Theorien religiöse Phänomene deuten 49
4 Wirtschaften als „richtiges“ Handeln: Management 51
4.1 Unternehmensführung als Zielbildungs- und Zielerreichungsprozess 54
4.2 Management als Informationsverarbeitung 62
4.3 Führungsstile und Managementempfehlungen 62
4.4 Teilaspekte des Managementgeschehens 64
4.5 Umfassende Managementmodelle 65
5 Wirtschaftliche Techniken 69
5.1 Buchführung, Rechnungswesen und Investitionsrechnung 70
5.2 Bankbetriebslehre, Personalwesen und Produktionstheorie 76
5.3 Aktuarwissenschaft und Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung 78
6 Wirtschaft und Staat 81
6.1 Wirtschaftsverfassung 81
6.2 Kameralistik und Finanzwissenschaft 85
7 Ökonomische Klassik, Neoklassik und Makroökonomie 93
7.1 Ökonomische „Klassik“ 93
7.2 Wirtschaft im neoklassischen mikroökonomischen Paradigma 103
7.3 Wirtschaft im makroökonomischen Paradigma 118
8 Die historischen Schulen und die Neue Institutionenökonomie 119
8.1 Grundlagen 119
8.2 Beispiele 121
9 Wirtschaftswissenschaften und Nachbardisziplinen 129
9.1 Wirtschaftsgeschichte 129
9.2 Wirtschaftsrecht 130
9.3 Wirtschaftsinformatik 132
10 Ausblick: Was zu verbessern wäre 135
Literatur 141
Sachverzeichnis 145
Christian Thielscher Wirtschaftswissenschaften verstehen 2014 Eine Einführung in ökonomisches Denken 10.1007/978-3-658-04047-5_1
© Springer Fachmedien Wiesbaden 2014
1. Einleitung
Christian Thielscher 1
(1)
FOM Hochschule für Oekonomie und Management, Essen, Deutschland
Christian Thielscher
Email: christian.thielscher@fom.de
Zusammenfassung
Als ich begann, Wirtschaftswissenschaften zu studieren, war ich Arzt, hatte also das Medizinstudium bereits hinter mir. Daher hatte ich die – zugegebenermaßen naive – Erwartung, dass das Ökonomiestudium in etwa so verlaufen würde wie das Medizinstudium: dass ich also zunächst etwas über die Terminologie (die richtige Bezeichnung von Dingen und Vorgängen) lernen würde, dann darüber, woraus die Wirtschaft besteht und wie sie funktioniert, welche Störungen es gibt und wie man sie behandelt. All das, dachte ich, würde in einem in sich konsistenten Rahmen stattfinden. Es kam anders.
1.1 Wie dieses Buch entstand und was es leisten soll
Als ich begann, Wirtschaftswissenschaften zu studieren, war ich Arzt, hatte also das Medizinstudium bereits hinter mir. Daher hatte ich die – zugegebenermaßen naive – Erwartung, dass das Ökonomiestudium in etwa so verlaufen würde wie das Medizinstudium: dass ich also zunächst etwas über die Terminologie (die richtige Bezeichnung von Dingen und Vorgängen) lernen würde, dann darüber, woraus die Wirtschaft besteht und wie sie funktioniert, welche Störungen es gibt und wie man sie behandelt. All das, dachte ich, würde in einem in sich konsistenten Rahmen stattfinden. Es kam anders.
So fand ich zwar sowohl die Kurse der Steuerlehre, als auch der Mikroökonomik, als auch des Managements des Einkaufs und der Lagerhaltung (und die vielen anderen) interessant, konnte aber nicht erkennen, wie sie untereinander zusammenhängen. Auch fühlte ich mich auf Basis der neoklassischen Modelle außerstande, krisenhafte Zuspitzungen der Konjunktur korrekt vorherzusagen oder auch nur auf die Frage ärztlicher Kollegen zu antworten, ob denn nun eine moderate Lohnsteigerung die Arbeitslosenquote steigert oder senkt. Weiters schienen mir einige Aussagen der Lehrbücher sich gegenseitig zu widersprechen. Ich dachte, dass es mir an Intelligenz oder an Wissen oder gar an beidem mangele, um diese Zusammenhänge herzustellen bzw. Widersprüche aufzulösen und war frustriert. Später fing ich an, selbst diese Themen zu unterrichten – zunächst in medizinnahen Gebieten, danach immer mehr in Richtung der wirtschaftswissenschaftlichen Basis – und war daher gezwungen, diese ganze Thematik noch einmal vollständig und sehr viel genauer zu studieren. Eine Theorie, die man im Unterricht oder in der Lehre vermittelt, muss man viel tiefer durchdringen, als wenn man sie „nur“ lernt. Dabei merkte ich, dass ich den Zusammenhang nicht übersehen hatte. Es gibt keinen. Die Wirtschaftswissenschaften bilden kein in sich geschlossenes Theoriegebäude, sondern bestehen eher aus einer Art Konglomerat verschiedener Ansätze, die wenig miteinander zu tun haben, sich tatsächlich häufig widersprechen und nicht einmal durch ein einzelnes Kriterium miteinander verbunden sind. (Ich werde das gleich ausführlicher begründen.) Hätte man mir das früher gesagt, hätte ich mich nicht ärgern müssen, und der Einstieg in das Studium der Wirtschaftswissenschaften wäre mir sehr viel leichter gefallen.
Aus dieser Erfahrung heraus entstand zunächst der Beitrag „Einführung in die Wirtschaftswissenschaften“ in dem von mir herausgegebenen Lehrbuch der Medizinökonomie (Thielscher 2012). Nachdem er von vielen Studierenden sehr begrüßt wurde, entschloss ich mich, dieses Buch zu schreiben. Das Buch soll helfen, einen Überblick über das zu bekommen, was man „Wirtschaftswissenschaften“ nennt.
1.2 Wie das Buch „funktioniert“
Alle Kapitel beginnen mit einer kurzen Beschreibung, was der Leser aus der Lektüre erfährt. In dieser Einleitung gebe ich eine erste Übersicht über das, was man „Wirtschaftswissenschaften“ nennt und ihre Grundprobleme. Die weiteren Kapitel erläutern dann wirtschaftswissenschaftliche Denkansätze je einzeln näher. Es geht dabei nicht um Vollständigkeit der Darstellung (sonst wäre dies nicht ein schmales Bändchen, sondern ein mehrbändiges Werk), sondern darum, die Logik dies